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Wie Cloud Transformation Geschäftsmodelle digital, agil, skalierbar und kundenzentriert macht

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Eine der spannendsten Entwicklungen innerhalb der digitalen Transformation ist die Verlagerung ganzer Prozessketten und Geschäftsmodelle in die Cloud. Uneingeschränkte Datenverfügbarkeit, situativ passende Rechenleistung und Abrechnung nach Nutzung machen Unternehmen unabhängig. So bleiben sie hochgradig agil, können mit einer klaren Kostenstruktur ihr Business skalieren und sind so krisensicher. Den Kunden bringen optimierte Prozesse in der digitalen Welt und die kundenzentrierte Ansprache eine deutlich verbesserte Customer Experience.

Der Schritt war radikal und selbst für Branchen-Insider überraschend: Adobe kündigte 2011 auf der Messe MAX in Los Angeles die Einführung der Creative Cloud und die sukzessive Umstellung des gesamten Angebots auf ein Cloud-Modell an. „Mit den Desktop-Programmen in der Creative Suite verfügte Adobe eigentlich über eine gut geölte Maschine“, so Adobe-CEO Shantanu Narayen. Sprich, Adobe verdiente sich als quasi Monopolist eine goldene Nase. Das reichte Narayen aber nicht: „Nur den Status Quo zu erhalten, ist keine Business Strategie.“ Statt auf Desktop setzte Adobe auf Cloud Transformation. Innovative Features und neue Programm-Module konnten den Usern so jederzeit in die Cloud eingespielt werden. Denn durch die Umstellung von einem Kauf- auf ein Software-Mietmodell mit Jahres-Abo waren die schon bezahlt. Nach Narayen nur der erste Schritt auf dem Weg zur perfekten digitalen Customer Experience. „Damit bot das Unternehmen eine bis dahin noch nicht gekannte Customer Experience. Wir von DEFACTO sind davon überzeugt, dass Kundenerlebnisse das große Unterscheidungsmerkmal sind, das Zünglein an der Waage, um nachhaltiges Kundeninteresse und Wachstum zu schaffen“, so Norbert Sikora, Director der Business Unit IT von DEFACTO.

Was ist eigentlich Cloud Computing?

Abgerechnet wird nach Nutzung.

Wie der Best Case von Adobe zeigt, führt die Cloud Transformation zu einem regelrechten Paradigmenwechsel. „Unter Cloud Computing versteht sich ganz grundsätzlich ein Modell, das bei individuellem Bedarf Computerressourcen als Dienstleistung in Form von Servern, Datenspeichern oder Applikationen bereitstellt. Abgerechnet wird nach Nutzung“, erklärt Norbert Sikora: „Angebot und Nutzung dieser Computerressourcen ist definiert und erfolgt in der Regel über eine Programmierschnittstelle. User greifen meist über eine Website oder App auf die Cloud zu.“ Für das Jahr 2020 veranschlagt das Marktforschungsunternehmen Gartner weltweit 3,6 Billionen US Dollar Investitionsvolumen in IT, davon 258 Milliarden US Dollar für Public Cloud Services. Dabei bleibt das Potential für das Wachstum im Cloud-Business nach den Ergebnissen einer von IBM in Auftrag gegebenen Studie exponentiell: Bisher haben Unternehmen weltweit nur 20 Prozent ihrer Workloads in die Cloud verlagert. Die Dringlichkeit der Cloud Transformation ist erkannt, um Prozesse zu optimieren und Einsparpotenziale zu realisieren.

NIST – Merkmale für Cloud Computing

 Das amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) definiert fünf notwendige Merkmale für Cloud Computing:

Die definierten Merkmale für Cloud Computing sind nicht isoliert zu betrachten, sondern als komplexes System zu verstehen. Die einzelnen Komponenten interagieren und ermöglichen fortschrittliche Ausprägungen wie Software-as-a-Service (SaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und Infrastructure-as-a-Service (IaaS).

Ausprägung des Cloud Computing

Unter Cloud Computing werden grundsätzlich Konzepte der Zurverfügungstellung von Software, IT-Infrastrukturen oder Plattformen zusammengefasst.

1. Software-as-a-Service (SaaS)​

SaaS-Lösungen sind durch die Bereitstellung von Software über das Internet gekennzeichnet. Die wird entweder nutzungsabhängig oder als Abonnement abgerechnet. Der Nutzer muss die Software weder installieren, noch betreiben oder updaten. Der Zugriff kann orts-und zeitunabhängig von verschiedenen Endgeräten erfolgen. Die Anbieter von SaaS-Lösungen stellen nicht nur die Software selbst zur Verfügung, sondern gewährleisten auch deren Verfügbarkeit sowie die Sicherheit der Daten und Anwendungen.

Bestes Beispiel: Die DEFACTO Loyalty Engine. Die SaaS-Lösung bietet herausragende Kundenbindungsexpertise, kombiniert mit Out-of-the-Box-Softwarefunktionen. „DEFACTO Loyalty Engine erweitert die Fähigkeiten der Salesforce-Plattform und ermöglicht so ein integriertes Kundenbindungsmanagement“, erklärt Gunter Mühlöder, Director Sales Business Unit IT. Die enthaltenen Funktionen wurden speziell entwickelt, um Marken bei der erfolgreichen Implementierung ihrer Kundenbindungsprogramme zu unterstützen: im Einklang mit der Markenidentität, den Erwartungen und Bedürfnissen der Kunden und dem Wettbewerbsumfeld.

2. Infrastructure-as-a-Service (IaaS)

Bei IaaS-Lösungen stellt der Anbieter Rechenkapazität, Datenspeicher, Netzwerk- und andere grundlegende Infrastruktur-Ressourcen zur Verfügung, die vom Endkunden nach Belieben genutzt werden können. Bestes Beispiel: Microsoft Azure als die Public-Cloud-Plattform von Microsoft. Die Benutzer können die Services verwenden, um neue Anwendungen zu entwickeln und zu skalieren oder bestehende Anwendungen in der Public Cloud auszuführen. Microsoft Azure bietet Dienste in den Kategorien Compute, Storage, AppFabric, Virtual Network und Content Delivery Network (CDN) an – flexibel über einen Marketplace, aus dem sich die verschiedenen Dienste mit wenigen Klicks bereitstellen lassen

3. Platform-as-a-Service (PaaS)

Bei der Platform-as-a-Service (PaaS) kann der Endkunde die Cloud-Infrastruktur nutzen, um gekaufte oder selbst entwickelte Applikationen zu verwenden, ist dabei aber abhängig von der Unterstützung der jeweiligen Programmiersprache und Werkzeuge durch den Dienstleister. Der Endkunde hat keine Einflussmöglichkeit auf die verwendete Cloud-Infrastruktur, hat aber die Kontrolle über seine Applikationen und kann hier nach Belieben Anpassungen vornehmen. Beispiele für PaaS-Plattformen sind die App Engine von Google, Microsofts Windows Azure oder force.com von Salesforce.

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DSGVO-Challenge bei der Cloud Transformation

Trotz der großen Chancen, die eine Umstellung auf Cloud-Business bieten, zeigen sich Unternehmen insbesondere im DACH-Raum bei der Implementierung einer Cloud-Strategie noch immer eher verhalten. Wesentlicher Grund dafür ist die seit dem 25. Mai 2018 geltende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Das umfangreiche EU-Regelwerk garantiert jedem Bürger jederzeit die volle Kontrolle über seine persönlichen Daten. Eine im Grundsatz richtige und gut gemeinte Überlegung, die jedoch die Realitäten im globalisierten IT-Business nicht wirklich berücksichtigt. Denn Europas Unternehmen verlagern trotz wackeliger Rechtsgrundlage massenhaft Daten auf Server von US-Tech-Konzernen. So titelte das Handelsblatt kürzlich „Die Cloud wird zum Risiko: Deutschen Konzernen drohen millionenschwere Strafen“. Die Deutsche Bahn schalte beispielsweise die eigenen Server ab und setze auf Amazon und Microsoft. Datenschützer hätten gegen mehrere Unternehmen bereits Verfahren eingeleitet. Die Nutzung außereuropäischer und damit nicht DSGVO-konformer Clouds könnte für Unternehmen damit also ziemlich kostspielig werden. „In diesem Punkt sollte die Unternehmensstrategie ganz grundsätzlich überdacht und ausgerichtet werden“, fordert IT-Experte Sikora.

Datenschutz als Wettbewerbsvorteil

Wer in der Cloud Transformation den Datenschutz im Interesse seiner Customer konsequent umsetzt und dafür die notwendigen Mittel investiert, erarbeitet sich definitiv einen Wettbewerbsvorteil.

Die aktuelle Cloud Impact Study des weltweit tätigen Hybrid Multi-Cloud Managed Service Providers Aptum kam zu folgenden Ergebnissen:  

91%

der Unternehmen erhöhten die Sicherheit durch Cloud-Dienste

51%

betrachten den Aspekt der Sicherheit als Hauptgrund für eine Einführung

Gleichzeitig bezeichnen 38 Prozent Sicherheit und Datenschutz als das Haupthindernis für die Cloud Transformation. „Das zeigt, dass Datenschutz und Datensicherheit ein Bestandteil des umfangreichen und wichtigen Bereiches der Customer Experience sein sollten. Die Kunden wollen wissen, was mit ihren personenbezogenen Daten in der digitalen Welt geschieht“, unterstreicht Gunter Mühlöder. Bei DEFACTO unterstützen wir Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen bei der Digitalisierung des Kunden-, Daten- und Prozess-Managements und verfügen über langjährige Expertise in der Cloud Transformation.​

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